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Dreiskau-Muckern ist ein Dorf in Nordwestsachsen, südlich zwischen der Stadt Leipzig und Borna gelegen, östlich der Bundesstraße B 95, die von Leipzig nach Chemnitz führt.
Beinahe wäre ihm das Schicksal vieler anderer Orte der ehemailgen Bergbauregion widerfahren, für immer von der Landkarte gestrichen zu werden. In den Entwicklungsplänen des Tagebaus Espenhain war vorgesehen, das Dorf Dreiskau-Muckern in den Jahren 1995 bis 2000 zu "überbaggern“. Bereits in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatten darum viele der ehemals über 600 Einwohner den Ort verlassen. Als im Mai 1993 die endgültige Entscheidung durch die Mitteldeutsche Braunkohlenwerke AG (MIBRAG) für den Erhalt von Dreiskau-Muckern kam, lebten hier weniger als 50 Bürger, und ein "Geisterdorf“ war entstanden. Als erste Maßnahme wurde eine Dorfentwicklungs- und Sanierungsgesellschaft mbH (DSG) gegründet, die den Ort unter Denkmalschutz stellte, die Ortslage von Dreiskau-Muckern ohne Feldflur von der MIBRAG zurückkaufte und diese an Interessenten wieder verkaufte. Bereits Mitte 1995 waren 95 % der Grundstücke im Ort an Privateigentümer veräußert.
Seit 1997 ist dieser Ort Ortsteil von Großpösna. Zur Zeit leben hier 451 Bürger (Stand per 31.12.2009), die ihr Dorf systematisch verschönern. Die ehemaligen Einwohner, aber auch viele "Neubürger“ rekonstruierten die erworbenen alten Bauernhöfe und Siedlungshäuser. Alte Fachwerkhäuser strahlen wieder im neuen Glanz am Rande der Dorfstraße entlang.
Der DSG als Eigentümerin des sich in Ortsmitte befindlichen Rittergutshofes und eines angrenzenden Parkgrundstückes gelang es, Pächter zu finden, die das Herrenhaus und die maroden Wirtschaftsgebäude sanierten. So wurde ein Dorfzentrum geschaffen, neue Wohnungen, ein Vereinshaus, ein Technologie- und Beratungszentrum, eine Mehrzweckhalle für Sport und Kultur, Gewerberäume, ein Kindergarten und ein Ökologisches Landwirtschaftsschulheim entstanden. Auch die Kirche zu Dreiskau ist innen und außen renoviert.
Mit der Flutung des ehemaligen Braunkohletagebaus wird im Umfeld von Dreiskau-Muckern die Entwicklung der Magdeborner Halbinsel und des Störmthaler Sees eine Herausforderung sein.