Informationen zu Unterbringungsmöglichkeiten von Asylbewerbern in Großpösna

Stand: 22.02.2016

Rückblick auf Einwohnerinformationsveranstaltung zur Unterbringung von Asylsuchenden in Großpösna

Das Großpösnaer Bürgerbündnis für Toleranz informiert:

Die Einwohnerinformationsveranstaltung am 11.02.2016 haben viele Großpösnaerinnen und Großpösnaer genutzt, um sich zur geplanten Unterbringung von Asylsuchenden in Großpösna  zu informieren und Fragen zu stellen.

Einwohnerinformationsveranstaltung am 11.02.2016

Wer nicht dabei sein konnte, findet die wichtigsten Fragen und Antworten in dem beigefügten Ergebnisprotokoll. Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass es bei Teilen der Besucher individuelle und allgemeine Vorbehalte und Ängste gibt. Daher ist es von enormer Bedeutung, miteinander im Gespräch zu bleiben, um durch Information und gegenseitiges Kennenlernen Vorbehalte und Ängste zu verringern. Dazu dienen auch die „Themenabende Asyl“, die im März und April fortgesetzt werden.

Einwohnerinformationsveranstaltung am 11.02.2016

 

Zu der Infoveranstaltung war auch der Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft für 100 Asylsuchende anwesend. Der Kreisverband Leipzig-Land des Deutschen Roten Kreuzes wird sich dieser Aufgabe annehmen. Das Betreiberkonzept wurde auf der Veranstaltung vorgestellt. Wie die Container auf dem Grundstück angeordnet werden, finden Sie auf der beigefügten Grafik. Mittlerweile geht der Landkreis Leipzig davon aus, dass die Unterkunft Anfang Juni in Betrieb gehen wird. Wir werden weiterhin über die einzelnen Schritte bis zum Betriebsbeginn informieren.

Für die beiden Wohnungen in Dreiskau-Muckern wurde zwischenzeitlich der Mietvertrag unterzeichnet. Eine Belegung durch den Landkreis kann nun jederzeit erfolgen. Wir informieren dazu, sobald uns konkretere Informationen vorliegen.

Am 04.02. hat Herr Alexander Melzer im Rahmen der „Themenabende Asyl“ ca. 30 Besucher über seine langjährigen Erfahrungen der Arbeit in einer Flüchtlingsunterkunft und den Ablauf der Asylverfahren in Deutschland informiert. Das Interesse und die konkreten Nachfragen haben gezeigt, dass für die Themenreihe durchaus Bedarf besteht.

Folgende weitere „Themenabende Asyl“ wurden daher nun verbindlich festgelegt:

02.03.16, 18:30 Uhr  - „Mythen und Vorurteile über Migranten“
mit Frau Rudaba Badakhshi vom Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V.

30.03.16, 18:30 Uhr – „Warum kommen derzeit so viele Flüchtlinge nach Deutschland?“
mit Dr. Marcus Engler vom UNHCR- Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen

13.04.16, 18:30 Uhr  - „Kulturelle Unterschiede im täglichen Leben - Migranten, die schon länger in Deutschland leben, berichten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen“
mit Frau Rudaba Badakhshi vom Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V.


Zu den kostenfreien Veranstaltungen sind alle Interessenten herzlich ins Kreuzgewölbe im Bürger- und Vereinshaus eingeladen.

Für das Großpösnaer Bürgerbündnis für Toleranz

Dr. Gabriela Lantzsch, Jörg Stephani und Dr. Thomas Fröhlich


=> Ergebnisprotokoll zur Informationsveranstaltung (PDF-Dokument)

=> Planung Gemeinschaftsunterkunft Großpösna
     Stand 10.02.2016 (PDF-Dokument)



Stand: 21.01.2016

Seit dem 20.01.2016 wird im Landschulheim Dreiskau-Muckern minderjährigen Flüchtlingen mit ihren Betreuern eine vorübergehende Unterkunft gewährt, da die Unterbringungskapazitäten des Landkreises dafür nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnten.
Die Unterbringung ist bis zum 04.02.2016 begrenzt, da nur bis dahin freie Kapazitäten im Landschulheim verfügbar sind. 

Flüchtlinge


Stand 11.01.2016:

Das Großpösnaer Bürgerbündnis für Toleranz informiert

Für alle sichtbar, wurden wie angekündigt am 04.01.2016 die Arbeiten zum Abriss der Gebäude des ehemaligen Pflanzenschutzamtes begonnen. Im Anschluss soll nach derzeitigen Planungen des Landkreises voraussichtlich im März die Containeranlage zur Unterbringung von 100 Asylsuchenden an diesem Standort errichtet werden. Der Umbau der Wohnungen im Rittergutshof in Dreiskau-Muckern ist abgeschlossen. Dort könnten ab Mitte Februar die ersten Flüchtlinge einziehen.

Bürgergespräch

Nachdem wir bereits zwei interessante Bürgergespräche im Dezember 2015 durchgeführt haben, werden wir noch ein weiteres Mal Ihre Fragen zur Unterbringung von Asylbewerbern in Großpösna entgegennehmen. Dazu stehen wir den Großpösnaerinnen und Großpösnaern am 13.01.2016 zwischen 18:30 und 20:00 Uhr im Kreuzgewölbe im Bürger- und Vereinshaus zur Verfügung.

Informationsveranstaltung

Am 11.02.2016 um 18:30 Uhr wird im Bürger- und Vereinshaus eine Informationsveranstaltung zur Unterbringung von Asylsuchenden in Großpösna u. a. mit dem Landrat Henry Graichen, dem Landtagsabgeordneten unseres Wahlkreises Svend-Gunnar Kirmes und dem Polizeipräsidenten Bernd Merbitz stattfinden. Eine Einladung zur Informationsveranstaltung werden Sie in der Februarausgabe der rundschau, auf unserer Internetseite www.grosspoesna.de und in der Tagespresse finden.

Großpösnaer Themenabende Asyl

Um Ihnen Gelegenheit zu geben, sich mit den allgemeinen aktuellen Fragestellungen rund um das Thema Flüchtlinge und Migration zu befassen, wird das Bündnis zu „Großpösnaer Themenabenden Asyl“ einladen. Zu den Veranstaltungen werden Fachleute vortragen, von ihren Erfahrungen berichten und natürlich für Fragen zur Verfügung stehen. Die ersten Veranstaltungen sind bereits vorbereitet:

19.01.2016, 19:00 Uhr im Kirchgemeindehaus Hauptstraße 25
„Willkommensinitiative Großpösna - Wie begegnen wir den Geflüchteten, die ab März in Großpösna Zuflucht erhalten?“ - Gespräch und Beratung mit dem mobilen Beratungsteam Rechtsextremismus und der Diakonie Leipziger Land.

02.02.2016, 18:00 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig Grimmaische Straße 6 in Leipzig – Führung durch die aktuelle Ausstellung „Immer bunter. Einwanderungsland Deutschland“. Treff 17:50 Uhr im Eingangsbereich. Voranmeldung bitte unter KuHstall e. V. 034297 – 1401-0 oder info@kuhstall-ev.de

04.02.2016, 18.30 Uhr im Kreuzgewölbe im Bürger- und Vereinshaus
„Wie funktioniert eine Flüchtlingsunterkunft? Wie läuft das Asylverfahren in Deutschland ab und welche Leistungen erhalten Asylbewerber?“ – Herr Alexander Melzer, Geschäftsführer des Pandechaion - Herberge e.V. und Leiter einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge berichtet von seinen Erfahrungen.

Weitere Veranstaltungen zu Themen wie: „Muss ich Angst vor dem Islam haben?“  -  „Mythen und Vorurteile über Migranten“  -  „Warum kommen so viele Flüchtlinge nach Deutschland“  -  „Kulturelle Unterschiede im täglichen Leben - Migranten, die schon länger in Deutschland leben, berichten von ihren Erfahrungen und Erlebnissen“ sind derzeit in Vorbereitung. Die endgültigen Termine der weiteren Themenabende erfahren Sie in der Februarausgabe der rundschau.

Für das Großpösnaer Bürgerbündnis für Toleranz

Dr. Gabriela Lantzsch, Jörg Stephani und Dr. Thomas Fröhlich

Stand 26.11.2015:

Ich möchte Sie über den aktuellen Stand zur Unterbringung von Asylbewerbern in Großpösna unterrichten. Vorab danke ich dem Großpösnaer Bürgerbündnis für Toleranz für die Veranstaltung am 14.11.2015 im Rittergutshof. Ich stehe voll und ganz hinter dem Anliegen des Bündnisses, unsere Gemeinde nicht durch Kräfte von außerhalb spalten zu lassen, sondern vielmehr aufkommende Fragen in einer sachlichen Atmosphäre gemeinsam zu besprechen. Einige konkrete Fragen zur Unterbringung von Asylbewerbern in Großpösna konnten von den Gemeinderäten und meinen Mitarbeitern noch nicht beantwortet werden, da wir selbst Vieles noch nicht wissen. Sobald die Rahmenbedingungen seitens des Landkreises feststehen und es neue Fakten zur Gemeinschaftsunterkunft auf dem Gelände des ehemaligen Pflanzenschutzamtes gibt, werden wir Sie liebe Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung einladen.

An alle Großpösnaerinnen und Großpösnaer, insbesondere auch an diejenigen, die an der Demonstration der Offensive für Deutschland am 14.11.2015 teilgenommen haben, richte ich erneut das Angebot, Fragen zur Unterbringung von Asylbewerbern in Großpösna entgegenzunehmen. Das „ob“ einer Unterbringung steht aufgrund der im Sächsischen Flüchtlingsgesetz geregelten Mitwirkungspflicht der Gemeinde allerdings nicht zur Debatte. Dieser Aufgabe hat sich Großpösna zu stellen. Eine weitere Möglichkeit für Fragen zur Flüchtlingsunterbringung bietet das Großpösnaer Bürgerbündnis für Toleranz. Am 04.12.2015 können Sie mit Vertretern des Bündnisses zwischen 18:30 und 20:00 Uhr im AWO-Club in der Hauptstraße 19 in Kontakt treten. Die aufgeworfenen Fragen werden in die Vorbereitung der Informationsveranstaltung einfließen.

Beim Bürgerbrunch am 14.11.2015 wurde deutlich, dass viele Bürgerinnen und Bürger nicht genau wissen, wer im Asylverfahren wofür Verantwortung trägt. Daher möchte ich Ihnen in Bezug auf die Unterbringung im Folgenden kurz die Zuständigkeiten erläutern.

Nach der Ankunft in Deutschland werden die Asylsuchenden nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt und in den Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder untergebracht. Dafür zuständig und verantwortlich ist bei uns der Freistaat Sachsen. In den Erstaufnahmeeinrichtungen werden die Flüchtlinge und Asylsuchenden bei der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) registriert und die medizinische Erstuntersuchung wird durchgeführt.

Danach werden die Asylbewerber auf die Landkreise und Kreisfreien Städte nach dem Einwohnerschlüssel verteilt. Diese sind zuständig für die Unterbringung von Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterkünften oder Wohnungen. Bei der Verteilung soll der Grundsatz verfolgt werden, dass Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsstaaten bis zum Abschluss der Verfahren in den Einrichtungen des Freistaates verbleiben und nicht auf die Landkreise verteilt werden. In den Unterkünften gibt eine Betreuung durch Flüchtlingssozialarbeiter, die als Ansprechpartner für die Asylbewerber zur Verfügung stehen.

Im Sächsischen Flüchtlingsaufnahmegesetz ist geregelt, dass die Gemeinden bei der Schaffung der Unterbringungseinrichtungen mitzuwirken haben und insbesondere geeignete Grundstücke und Gebäude zur Nutzung zur Verfügung zu stellen oder zu benennen haben. Dieser Mitwirkungspflicht kommen wir mit der Bereitstellung des Grundstücks des ehemaligen Pflanzenschutzamtes und dem Umbau von Gewerbeeinheiten in Wohnungen in Dreiskau-Muckern nach.

 

In den Unterkünften der Landkreise bleiben die Asylbewerber solange wohnen, wie ihr Antrag auf Asyl bearbeitet wird. Danach werden sie bei einer Ablehnung entweder abgeschoben oder erhalten ein Aufenthaltsrecht und müssen sich eine Wohnung außerhalb der Unterkünfte suchen. Sie werden dann, falls sie noch keine Arbeit aufgenommen haben, wie ALGII-Empfänger behandelt.

 

Bei der Unterbringung und deren Finanzierung hat die Gemeinde Großpösna rein rechtlich also keine Aufgaben. Aber natürlich beschäftigen wir uns damit, was dies für unsere Gemeinde bedeutet und bereiten bspw. die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer vor.

 

Bis zum Erscheinen dieser rundschau sind noch keine Asylbewerber in Großpösna untergebracht. Aufgrund der steigenden Zahlen an Asylbewerbern in Sachsen ist die Soll-Zahl für unsere Gemeinde für das Jahr 2015 vom Landkreis Leipzig am 19.11.2015 von 72 auf 93 erhöht worden. Zu den einzelnen geprüften Objekten gibt es folgenden Sachstand:

 

Standort Pflanzenschutzamt

Der Abriss der vorhandenen alten Gebäude wird weiter vorbereitet und möglichst im Januar abgeschlossen. Der Pachtvertrag über das Grundstück für einen Zeitraum von 5 Jahren ist mittlerweile verhandelt. Der Landkreis verhandelt derzeit parallel mit einem potentiellen Betreiber einen Betreibervertrag. Die Gemeinde wird vom Landkreis in die baulichen Planungen der Containerunterkunft einbezogen. Der Aufbau der Gemeinschaftsunterkunft und die Finanzierung des Betriebs erfolgt vollständig durch den Landkreis Leipzig. Der Landkreis geht momentan davon aus, dass die Unterkunft im 1. Quartal 2016 in Betrieb geht.

 

Wohnungen Dreiskau-Muckern

In Dreiskau-Muckern hat der Umbau der beiden Büroeinheiten im Rittergutshof zu Wohnungen begonnen. Die geplante Fertigstellung zum Jahresende ist damit realistisch. Die ersten Asylbewerber könnten hier im Januar einziehen. Konkret hängt dies von der Belegung durch den Landkreis ab. Sobald dies absehbar ist, werden wir Sie darüber informieren.

 

Kirchgemeindehaus

Für den geplanten Umbau des Dachgeschosses im Kirchgemeindehaus in der Hauptstraße 25 sind noch Finanzierungsfragen durch die Kirchgemeinde zu klären.

 

Pösna Park

Eine Unterbringung im 1. Obergeschoss des Pösna Park wird vom Landkreis Leipzig derzeit nicht weiter verfolgt.

 

Private Wohnungen

Der Landkreis Leipzig setzt weiter auf die dezentrale Unterbringung insbesondere von Familien. Mittlerweile hat der Freistaat Sachsen eine Förderrichtlinie beschlossen, mit der den Vermietern von leerstehenden Wohnungen über die Landkreise ein Zuschuss bis zu einer Höhe von 5.000 Euro gezahlt werden kann. Im Gegenzug erhält der Landkreis ein befristetes Belegungsrecht für diese Wohnung. Konkretere Informationen dazu erhalten Sie gleich im Anschluss an diesen Text. Falls es zu einer Bereitstellung von Wohnungen durch private Eigentümer in Großpösna kommen sollte, werde ich rechtzeitig informieren.

 

Liebe Großpösnaerinnen und Großpösnaer, es ist mein großes Anliegen und ich bin davon überzeugt, dass wir unser gutes Miteinander in Großpösna trotz der unterschiedlichsten Meinungen zur Asylthematik erhalten. Wichtig ist mir, dass wir miteinander im Gespräch bleiben und sich niemand scheuen muss, seine Sorgen über die Unterbringung zu äußern. Für grundsätzliche Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ist bei uns allerdings kein Platz.

 

Für allgemeine Fragen zur Unterbringung von Asylsuchenden in Großpösna steht Ihnen neben mir auch unser Hauptamtsleiter Herr Daniel Strobel gern zur Verfügung. Sie erreichen ihn unter 034297-71830 oder Daniel.Strobel@grosspoesna.de.

 

Ihre Bürgermeisterin

Dr. Gabriela Lantzsch

 

 

Information des Landkreises Leipzig:

 

Wohnungen für Flüchtlinge und Asylbewerber gesucht

 

Der Landkreis Leipzig ist zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern verpflichtet und löst diese Aufgabe, indem ein großer Teil (etwa 50 %) der hier ankommenden Menschen auch in Wohnungen untergebracht werden. Diese Wohnform hat sich in den letzten Jahren als sehr gute Variante erwiesen; sie ist konfliktarm und ermöglicht ein schnelles Einleben in die neue Umgebung.

 

Mit Stand 27. Oktober leben im Landkreis Leipzig 1789 Asylbewerber und Flüchtlinge davon 830 in einer Gemeinschaftseinrichtung und 959 Personen in Wohnungen. Entsprechend der Einwohnerzahl unserer Städte und Gemeinden, gibt es eine Quote nach der die Asylbewerber und Flüchtlinge verteilt werden sollen.

 

Der Landkreis möchte eine ausgewogene Verteilung im Kreisgebiet erreichen und bittet daher private Vermieter geeignete Wohnungen dem Landkreis zu melden. Durch eine neue Förderrichtlinie des Freistaates ist es ab jetzt möglich an private Eigentümer, die ihre Wohnungen für 5 Jahre zur Belegung dem Landkreis zur Verfügung stellen, je nach Wohnungsgröße zwischen 3.000 und 5.000 Euro zu zahlen.

 

Für die Wohnungen gelten die Richtwerte für die Nettokaltmiete aus dem Bereich des SGB II und der Sozialhilfe auch für die Unterbringung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die vom Kreistag wie folgt festgelegt wurden:

 

Wohnungsgröße

Richtwert

Landkreis

25 - 45 m²

maximal

276,00 €

 

je m²

6,13 €

>45 - 60 m²

maximal

328,85 €

 

je m²

5,48 €

>60 - 75 m²

maximal

409,54 €

 

je m²

5,46 €

>75 - 85 m²

maximal

465,87 €

 

je m²

5,48 €

>85 - 95 m²

maximal

524,50 €

 

je m²

5,52 €

>95 - 105 m²

maximal

595,50 €

 

je m²

5,67 €

 

Geeignet sind alle Wohnungen mit einer einfachen Ausstattung. Der Landkreis ist verpflichtet darauf zu achten, dass sich auch die Heizkosten in einem angemessenen Rahmen bewegen. Daher sind Unterkünfte die mit Strom (Nachtspeicheröfen u.ä.) beheizt werden, i.d.R. nicht geeignet. Wünschenswert ist eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel bzw. örtlichen Versorgungsmöglichkeiten. Das Mietverhältnis wird mit dem Landkreis Leipzig oder einem von ihm beauftragten Dienstleister (ITB Dresden geschlossen). Der Mieter trägt die Kosten der Miete und organisiert eine einfache Erstausstattung.

 

Interessenten melden Sie sich bitte bei:

 

Landkreis Leipzig, Ausländeramt

Sachgebietsleiter Asylbewerberleistungen: Marcel Jahn

Telefon: 03433 241 1730

Mail: unterbringung.asyl@lk-l.de



Stand 03.11.2015


 

Stand 16.10.2015

Ich möchte Sie über den aktuellen Stand zur Unterbringung von Asylbewerbern in Großpösna unterrichten. Aktuell sind noch keine Asylbewerber in Großpösna untergebracht. Die Soll-Zahl für 2015 beträgt weiterhin 72. Es ist allerdings davon auszugehen, dass auch in 2016 Asylsuchende unterzubringen sind, sodass sich diese Zahl erhöhen kann.

Derzeit konzentrieren wir unsere Bemühungen gemeinsam mit dem zuständigen Landkreis Leipzig auf den Standort des ehemaligen Pflanzenschutzamtes im Großpösnaer Ortskern. Dort ist mittlerweile eine Gemeinschaftsunterkunft für bis zu 100 Personen für einen Zeitraum von 5 Jahren vorgesehen. Dazu soll der ohnehin geplante Abriss der vorhandenen Gebäude kurzfristig realisiert werden. Auf der freien Fläche soll im Auftrag des Landkreises eine Containeranlage errichtet werden, die durch ein vom Landkreis beauftragtes Unternehmen betrieben wird. Die Gemeinde würde das Grundstück zur Verfügung stellen. Die dafür notwendigen Anträge und Prüfungen werden derzeit bearbeitet. Nach dem aktuellen Zeitplan kann die Anlage frühestens im Januar in Betrieb gehen. 

Für den Umbau der 2 Büroeinheiten im Rittergutshof in Dreiskau-Muckern zu Wohnungen wurde zwischenzeitlich der Bauantrag gestellt und die Umbauarbeiten sind beauftragt. Eine Fertigstellung ist für das Jahresende in Aussicht gestellt. Auch im Kirchgemeindehaus in der Hauptstraße 25 geht es voran. Die Kirchgemeinde plant mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung den Umbau des Dachgeschosses, der voraussichtlich im November beginnen wird. Das Objekt der vorhandenen Containeranlage im Gewerbegebiet Störmthal wird vorerst nicht weiter verfolgt. Die ungünstige Lage des Objektes und der hohe Sanierungsaufwand sprechen gegen eine Nutzung.  

Nach der letzten rundschau-Ausgabe wurden uns einige private Wohnungsangebote vermittelt.  

Am 15.10.2015 fand im Rathaus eine erste Zusammenkunft von Großpösnaerinnen und Großpösnaern statt, die ehrenamtlich bei der Betreuung der Asylsuchenden unterstützen möchten. Wir haben gemeinsam vereinbart, zunächst die Hilfsangebote strukturiert zu sammeln. Dazu finden Sie unten ein Formular, mit dem Ihre Hilfsangebote an die Gemeinde gesendet werden können. Sobald die konkreten Hilfsbedarfe feststehen, sollen diese künftig ebenfalls über diese Internetseite kommuniziert werden. Wer gern direkt informiert werden möchte, kann in einen E-Mail-Verteiler aufgenommen werden, der dazu bei der Gemeindeverwaltung aufgebaut wird. 

Der Freistaat Sachsen hat Mittel für Integrationsmaßnahmen in den Kommunen bereitgestellt. Über unser Soziokulturelles Zentrum KuHstall e.V. haben wir einen Antrag auf finanzielle Unterstützung konkreter Integrationsprojekte in Großpösna gestellt. Bisher liegt aber noch kein Fördermittelbescheid vor.  

Besonders möchte ich Sie noch auf die folgende Veröffentlichung des Landratsamtes zur Unterbringung von minderjährigen Flüchtlingen aufmerksam machen. Hier werden Paten und Pflegeeltern gesucht, die bei der Betreuung unterstützen können.  

Für Fragen zur Unterbringung von Asylsuchenden in Großpösna steht Ihnen unser Hauptamtsleiter Herr Strobel gern zur Verfügung.
Sie erreichen ihn unter 034297-71830 oder Daniel.Strobel@grosspoesna.de.

Ihre Bürgermeisterin
Dr. Gabriela Lantzsch
 


Umfangreiche Informationen rund um das Thema "Asylsuchende im Freistaat Sachsen" finden Sie auf der Internetpräsenz: http://www.asylinfo.sachsen.de/index.html


Stand 23.09.2015

Seit einigen Monaten werden die täglichen Nachrichten von der Thematik der anhaltend hohen Flüchtlingszahlen beherrscht. Hundertausende Menschen suchen in Europa und in Deutschland Zuflucht vor Kriegen und Verfolgung oder erhoffen sich einfach bessere Lebensumstände für sich und ihre Familien.

Die aktuell hohen Flüchtlingszahlen lösen bei vielen Menschen Mitgefühl und Solidarität, aber auch Ängste und Sorgen aus. Aus diesem Grund und um der Entstehung von Gerüchten vorzubeugen, möchte ich sie zeitnah über alle diesbezüglichen Aktivitäten in der Gemeinde Großpösna informieren.

Nach den aktuellsten Prognosen werden im Landkreis Leipzig in diesem Jahr 3.399 Asylbewerber unterzubringen sein. Ziel des Landkreises ist es, diese Menschen entsprechend der Einwohnerzahl auf die 32 Städte und Gemeinden im Landkreis aufzuteilen. Nach dem angewendeten Schlüssel wären in Großpösna 72 Asylbewerber unterzubringen. 

Bisher sind noch keine Asylbewerber bei uns in Großpösna untergebracht. Aufgrund des hohen Anteils an selbstgenutztem Wohneigentum und der ohnehin hohen Nachfrage, gibt es in Großpösna praktisch keinen relevanten Leerstand von Wohnungen. Die bisher von der Verwaltung vereinzelt vermittelten Unterbringungsangebote privater Vermieter wurden vom Landratsamt Landkreis Leipzig als zuständiger Behörde nicht in Anspruch genommen. Dabei wird es aber aller Voraussicht nach nicht bleiben und auch wir werden unseren Beitrag leisten, damit Menschen, die einen Asylantrag gestellt haben, eine vernünftige Unterkunft gewährt wird.  

Gemeinsam mit dem Landratsamt haben wir unterschiedlichste Objekte geprüft, die für eine Unterbringung in Frage kommen könnten. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Aktuell wird die Möglichkeit der Unterbringung von Asylbewerbern im ehemaligen Pflanzenschutzamt in der Straße Hinter den Gärten untersucht. Weiterhin wurde dem Landkreis eine private Containeranlage im Gewerbegebiet Störmthal angeboten, bei der sich nach ersten Erkenntnissen möglicherweise der Sanierungs-aufwand als zu hoch erweisen wird. Untersucht wird auch eine Unterbringung im Obergeschoß des Pösna Parks. Bevor hierzu tiefer in eine Prüfung eingestiegen wird, sind vom Landkreis zuerst die baurechtlichen Fragen zu klären, die einer Unterbringung eventuell entgegenstehen könnten.  

Grundsätzliche Entscheidungen sind bisher für zwei Objekte gefallen, die kurzfristig zu Wohnungen umgebaut werden. Im Rittergutshof 3 in Dreiskau- Muckern werden im 1. Obergeschoß leerstehende Büroräume bis zum Jahresende durch die kommunale DSG mbH zu zwei Wohnungen umgebaut. Dort können nach Auskunft des Landratsamtes max. 10 Personen untergebracht werden. Eine Information der Einwohner erfolgte dazu am 08.09. im Ortschaftsrat Dreiskau-Muckern. Das Zweite ist das ehemalige Rathaus in der Hauptstraße 25, das jetzige Kirchgemeindehaus in Großpösna. Die Kirchgemeinde wird hier das Dachgeschoß zu einer Wohnung für ca. 6 Personen umbauen. Dazu sind allerdings noch Details zum Umbau und die Finanzierung zu klären. Ziel ist hier ebenfalls eine Fertigstellung bis zum Jahresende.

Über alle Objekte ist der Gemeinderat in seiner Sitzung am 21.09. informiert worden.  

Aus der Mitte des Gemeinderates wurde zudem angeregt, Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung zu bitten. Vielleicht hat jemand von Ihnen die Möglichkeit, Flüchtlingen eine Unterkunft zu bieten. Bitte melden Sie sich bei Herrn Strobel im Rathaus, der alle Themen rund um die Asylbewerber in Großpösna koordinieren wird. Sie erreichen ihn unter 034297-71830 oder Daniel.Strobel@grosspoesna.de. 

Aus den Gemeinden, die bereits Asylbewerber unterbringen, wird von einer großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung berichtet. Diese reicht von Sachspenden über freiwillige Sprachkurse und gemeinsame Freizeitaktivitäten bis hin zu Fahrten zum Einkaufscenter. Um gemeinsam mögliche Hilfsangebote für Asylbewerber, die künftig in Großpösna leben werden, abzustimmen, laden wir alle Interessierten am 15. Oktober 18:00 Uhr ins Großpösnaer Rathaus ein. Wer Interesse hat, an diesem ersten Termin zur Abstimmung der Hilfsangebote teilzunehmen, meldet sich bitte ebenfalls bei Herrn Strobel.  

Zum Abschluss möchte ich die Gelegenheit nutzen und Sie ganz persönlich darum bitten, den Asylbewerbern - ob in Großpösna oder anderswo - grundsätzlich mit Respekt und Offenheit gegenüberzutreten. Die Motivation der Menschen, sich auf einen langen und beschwerlichen Weg nach Deutschland zu begeben, mag sehr unterschiedlich sein. Vielen wird möglicherweise kein dauerhaftes Asyl in unserem Land gewährt werden. Nichtsdestotrotz handelt es sich um Menschen, die zunächst einen rechtlichen Anspruch auf ein faires Asylverfahren haben. Solange diese Verfahren laufen, ist es meines Erachtens unsere rechtliche und vor allem auch moralische Verpflichtung, Unterkunft zu gewähren und gemeinsam menschlich zu agieren. 

Die Situation ist für alle Beteiligten neu und stellt eine große Herausforderung für uns alle und auch für die Asylbewerber dar. Diese leben mit ihren unterschiedlichen kulturellen Hintergründen oftmals über einen langen Zeitraum auf engstem Raum in Massenunterkünften. Mitunter tragen diese Verhältnisse dazu bei, Konflikte auszulösen. Auch aus diesem Grund wird im Landkreis Leipzig eine dezentrale Unterbringung angestrebt. 

Ihre Bürgermeisterin 

 

Dr. Gabriela Lantzsch 

 


Letzte Aktualisierung: 23.02.16 11:39:34
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